Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten sind zusätzliche Ausgaben beim Immobilienerwerb, beispielsweise für Notar, Grundbuch und Makler.

Wer eine Immobilie kaufen möchte, schaut zuerst auf den Kaufpreis – doch der eigentliche Gesamtaufwand liegt oft höher. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen in Deutschland verschiedene Kaufnebenkosten an, die den Betrag schnell um mehrere Tausend Euro erhöhen können. Für private Käufer ebenso wie für Investoren sind diese zusätzlichen Kosten entscheidend, um ein Immobilienprojekt realistisch durchzurechnen und Finanzierungsengpässe zu vermeiden.

Welche Kosten gehören zu den Kaufnebenkosten?

Die wichtigsten Positionen der Kaufnebenkosten betreffen die notarielle Abwicklung und die Grundbucheinträge. Ein Immobilienkauf ist in Deutschland ohne Notar schlicht nicht möglich. Der Notar:

  • prüft den Kaufvertrag,
  • beurkundet ihn rechtssicher,
  • und veranlasst die Eintragungen im Grundbuch.

Für diese Leistungen fallen üblicherweise 1,5 bis 2 % des Kaufpreises an. Zusätzlich entstehen Kosten für die Grundbuchumschreibung, die Bestellung der Grundschuld oder andere nötige Eintragungen.

Kurz: Ohne Notar und Grundbuch läuft im deutschen Immobilienrecht nichts – und genau deshalb gehören ihre Gebühren zu den unvermeidlichen Kaufnebenkosten.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer ist ein fixer Bestandteil jedes Immobilienkaufs und wird direkt vom Staat erhoben. Je nach Bundesland beträgt sie zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Diese Steuer wird sofort nach dem Kauf fällig und ist Voraussetzung dafür, dass man im Grundbuch eingetragen wird.

Für Käufer ist sie einer der größten Einzelposten innerhalb der Kaufnebenkosten – und daher ein entscheidender Faktor in jeder Finanzierungsplanung.

Was versteht man unter der Maklerprovision?

Wenn ein Makler am Verkauf beteiligt ist, fällt zusätzlich eine Maklerprovision an. Sie bewegt sich in der Regel zwischen 3 % und 7 % des Kaufpreises.
Seit der Gesetzesänderung 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer bei Wohnimmobilien die Provision meist zu gleichen Teilen – es sei denn, der Verkäufer übernimmt freiwillig mehr.

Käufer sollten stets darauf achten, dass die Vereinbarungen mit dem Makler transparent festgehalten werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Welche weiteren Kaufnebenkosten können entstehen?

Neben Notar, Grundbuch, Makler und Grunderwerbsteuer gibt es noch weitere mögliche Kostenpunkte:

  • Gebühren der Bank (z. B. für Grundschuldbestellung)
  • Wertermittlung durch einen Gutachter
  • Beratungs- oder Finanzierungsservicekosten
  • eventuelle Kosten für Unterlagen, Bescheinigungen oder Auskünfte

Diese Posten sind zwar kleiner, können aber in Summe ebenfalls ins Gewicht fallen.

Warum sind Kaufnebenkosten bei der Finanzierung so wichtig?

Banken berücksichtigen Kaufnebenkosten nicht automatisch in der Finanzierung. Viele Kreditinstitute erwarten, dass diese aus Eigenkapital bezahlt werden. Wer sie nicht einplant, kann schnell vor einer unerfreulichen Lücke im Budget stehen.

Eine solide Kalkulation der Kaufnebenkosten ist daher unverzichtbar, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten – egal ob für Eigennutzer oder Immobilieninvestoren.

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Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Maklerprovision, Grundbucheintrag, Finanzierungsnebenkosten, Immobilienbewertung, Grundschuldbestellungskosten, Umschreibungskosten