Algen entfernen an der Fassade: Die 4 besten Methoden

Algen entfernen an der Fassade: Die 4 besten Methoden

Erstellt: Redaktion

Tags: Algen, Fassade, Reinigung

Unschöne Algenflecken an der Hausfassade sind nicht nur ein optisches Problem, sondern können auch die Substanz der Fassade angreifen. Die drei häufigsten Algenarten, die Fassaden befallen, sind Schwarzalge, Grünalge und Rotalge.

Feuchtigkeit ist eine der Hauptursachen für die Entwicklung von Algen und Pilzen an Hauswänden. Besonders in ländlichen Regionen sind Algenbefall wahrscheinlicher, da in Feldnähe mehr Pilzsporen in der Luft auftreten.

Bewährte Methoden, wie Sie Algen an der Fassade entfernen und vor allem, wie Sie den Befall zukünftig verhindern könnten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze
  • Algen an der Fassade können die Substanz angreifen und sollten zeitnah entfernt werden.
  • Es gibt mechanische, chemische und natürliche Methoden zur Algenentfernung.
  • Gedämmte Fassaden haben ein höheres Risiko für Algen- und Pilzbefall.
  • Eine professionelle Reinigung bietet langanhaltenden Schutz und schont die Umwelt.
  • Vorbeugende Maßnahmen wie spezielle Farben und desinfizierende Beschichtungen können erneuten Befall verhindern.

Warum entstehen Algen an der Fassade?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum sich Algen ausgerechnet an Ihrer Hausfassade ansiedeln?

Algen zählen zu den Selbsternährern und benötigen lediglich Licht, Wasser und Kohlenstoff aus der Luft, um Kohlenhydrate zu produzieren. Das bedeutet, dass sie fast überall wachsen können, solange die Bedingungen stimmen. Etwa 90 % aller Verschmutzungen an Fassaden sind auf das Wachstum von Algen und Pilzen zurückzuführen.

Doch was begünstigt eigentlich die Algenbildung an Fassaden und welche Bereiche sind besonders betroffen?

Ursachen und begünstigende Faktoren für Algen an der Hausfassade

Die Hauptursache für Algenbildung an Fassaden ist Feuchtigkeit, die durch verschiedene Faktoren begünstigt wird. Dazu gehören Schatten, mangelnde Sonneneinstrahlung oder die Nähe zu Gewässern. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, insbesondere im ländlichen Raum, sowie ein zu kleiner Dachüberstand können das Wachstum von Algen fördern.

Klimatische Verhältnisse wie mildere Winter und feuchtwarme Sommer durch die Erderwärmung begünstigen ebenfalls das Wachstum von Algen.

Zusätzlich können Eigenschaften des Hauses selbst, wie fehlende Dachüberstände, unzureichende Wasserableitung und gute Wärmedämmung, zur Entstehung von Algen an der Fassade beitragen. Gedämmte Fassaden sind besonders anfällig, da die Dämmung die Fassade kühl hält und die Trocknung erschwert. EPS-Dämmplatten erhöhen das Risiko eines Algen- und Pilzbefalls zusätzlich.

Interessanterweise wird das Wachstum von Algen an Fassaden durch die Reduzierung von Schadstoffen in der Luft, wie Industrieabgase und Schädlingsbekämpfungsmittel, begünstigt.

Das bedeutet, dass saubere Luft paradoxerweise die Algenbildung fördern kann.

Betroffene Fassadenbereiche

Algen können auf verschiedenen Fassadenmaterialien wie Putz, Klinker, Verblender, Backsteine, Faserzementplatten, Metall oder Glas auftreten. Besonders anfällig sind poröse, raue Oberflächen, die Feuchtigkeit speichern können.

Die Hälfte aller Veralgungen an Fassaden entsteht durch Grünalgen, die in der Nähe von Wäldern, Bäumen oder Sträuchern wachsen.

Schwarzalgen manifestieren sich meist als dunkle, großflächige Verfärbungen und treten häufig auf, ohne dass sich viel befahrene Straßen, Autobahnen oder Industriegebäude in der Nähe befinden. Rotalgen hingegen führen zu einer rötlichen Verfärbung an der Fassade, meist in vertikalen Streifen.

Glasfassaden sind zwar selten von Algen betroffen, jedoch sammeln sich hier schnell Schmutz, Staub und Wasserflecken an, die die Optik beeinträchtigen.

Es gibt etwa 10,000 unterschiedliche Algenarten, wobei die meisten im Wasser gedeihen, aber einige auch an ein Leben an der Luft angepasst sind und überall auftreten können, wo ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Algen effektiv entfernen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um Algen, die in 90 % der Fälle für grüne und schwarze Verfärbungen an Hausfassaden verantwortlich sind, effektiv zu entfernen, bedarf es einer systematischen Vorgehensweise.

Mit der richtigen Vorbereitung, den passenden Reinigungsmethoden und etwas Geduld können Sie Ihre Fassade wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Vorbereitung der Fassade

Bevor Sie mit der eigentlichen Reinigung beginnen, ist eine gründliche Vorbehandlung der Fassade unerlässlich. Sprühen Sie zunächst alle befallenen Stellen großzügig mit einem speziellen Algen-Reinigungsmittel ein, das effektiv gegen organische Verschmutzungen vorgeht, ohne die Fassade zu schädigen.

Lassen Sie das Mittel ausreichend einwirken, damit es die Algen optimal lösen kann. Die Einwirkzeit kann je nach Algenart und Verschmutzungsgrad variieren, also haben Sie etwas Geduld.

Mechanische Reinigungsmethoden

Nach der Vorbehandlung können Sie die Algen mechanisch entfernen. Für eine schonende Reinigung eignen sich Handarbeit mit Bürsten und Wasserstrahl. Bei empfindlichen Oberflächen sollten Sie jedoch vorsichtig vorgehen.

Hochdruckreiniger sind zwar effektiv, insbesondere bei stärkeren Verschmutzungen oder hartnäckigem Schimmel, können aber die Fassade angreifen. Setzen Sie sie daher nur bei unempfindlichen Materialien ein und passen Sie den Druck bei Holzfassaden genau an, um Schäden zu vermeiden.

Dampfreiniger vernichten Algensporen gründlich und erleichtern das Entfernen von Rückständen. Spülen Sie die Fassade nach der mechanischen Reinigung gründlich mit klarem Wasser ab.

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Chemische Reinigungsmethoden

Auf den Einsatz aggressiver Chemikalien wie Biozide oder Fungizide sollten Sie bei der Algenentfernung möglichst verzichten, da diese ineffizient sein können, die Umwelt belasten und gesundheitsgefährdend sind.

Stattdessen können Sie auf natürliche Hausmittel wie Soda oder Essig zurückgreifen. Mischen Sie Soda mit heißem Wasser, tragen Sie die Lösung großzügig auf die befallenen Stellen auf, lassen Sie sie über Nacht einwirken und waschen Sie die Fassade anschließend gründlich ab.

Essig senkt den pH-Wert der Oberfläche und hemmt das Algenwachstum, sollte aber nur gezielt und sparsam eingesetzt werden, um andere Pflanzen nicht zu schädigen.

Natürliche und umweltfreundliche Methoden

Neben Soda und Essig gibt es weitere natürliche Hausmittel, die sich zur umweltschonenden Algenentfernung eignen. Heißes Wasser zerstört die Zellstrukturen der Algen und erleichtert das Abschrubben. Auch Dampf vernichtet Algensporen gründlich und macht Rückstände leicht entfernbar. Durch den Einsatz dieser Methoden können Sie effektiv gegen Algen vorgehen und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Professionelle Fassadenreinigungen setzen oft auf umweltfreundliche und nachhaltige Verfahren, die organische Verschmutzungen wie Algen bekämpfen, ohne die Fassade zu schädigen.

Mit der richtigen Vorgehensweise und etwas Geduld können Sie Algen effektiv von Ihrer Fassade entfernen. Eine gründliche Desinfizierung mit anschließender Imprägnierung durch eine Fachfirma kann dazu führen, dass Ihre Fassade sogar bis zu 10 Jahre algenfrei bleibt und vor erneutem Befall geschützt ist.

So erstrahlt Ihr Haus wieder in neuem Glanz und Sie können sich lange an einer sauberen und gepflegten Fassade erfreuen.

Vorbeugung gegen erneuten Algenbefall

Nach der erfolgreichen Entfernung von Algen an der Fassade ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um einen erneuten Befall zu verhindern. Dabei spielen sowohl die richtige Behandlung der Oberfläche als auch regelmäßige Wartung und Reinigung eine entscheidende Rolle.

Hydrophobierung der Fassade

Eine effektive Methode, um Ihre Fassade langfristig vor Algen und Feuchtigkeit zu schützen, ist die Hydrophobierung. Bei diesem Verfahren wird die Oberfläche mit einer wasserabweisenden Imprägnierung behandelt, die das Eindringen von Nässe verhindert, ohne dabei die Dampfdurchlässigkeit zu beeinträchtigen.

Spezielle Fassadenschutzmittel mit algen- und pilzhemmenden Eigenschaften bieten zusätzlichen Schutz und sorgen für einen Langzeitschutz von bis zu 5 Jahren.

Eine professionelle Hydrophobierung reduziert nicht nur das Risiko eines erneuten Algenbefalls, sondern verringert auch den Reinigungsaufwand und wertet das Erscheinungsbild Ihrer Fassade optisch auf.

Regelmäßige Wartung und Reinigung

Um die Wirksamkeit der Hydrophobierung zu erhalten und Algenbefall frühzeitig zu erkennen, sind regelmäßige Wartung und Reinigung unerlässlich.

Experten empfehlen jährliche Kontrollen der Fassade, um Verunreinigungen und beginnenden Grünbelag rechtzeitig zu identifizieren und zu beseitigen.

Kleinere Verschmutzungen lassen sich oft schon mit einfachen Hausmitteln oder speziellen Algenentfernern behandeln. Moos und Schimmel sollten dagegen umgehend professionell entfernt werden, um eine großflächige Ausbreitung zu verhindern.

Die Reinigungsintervalle richten sich dabei nach dem Standort und Material der Fassade, sollten aber mindestens alle 2–3 Jahre erfolgen. In schattigen und feuchten Lagen kann eine häufigere Reinigung notwendig sein, um die Bildung von Grünbelag zu unterbinden.

Setzen Sie auf schonende Reinigungsmethoden wie Dampf oder umweltfreundliche Grünbelagentferner, um die Imprägnierung nicht zu beschädigen und die Umwelt zu schonen.

Mit der richtigen Vorbeugung durch Hydrophobierung und regelmäßige Pflege bleibt Ihre Fassade dauerhaft algenfreundlich und attraktiv. Scheuen Sie sich nicht, einen Fachmann zurate zu ziehen, um die optimale Lösung für Ihr Gebäude zu finden und von langjähriger Erfahrung zu profitieren.

Spezielle Herausforderungen und Lösungen

Bei der Entfernung von Algen und anderen Verschmutzungen an Fassaden sind je nach Fassadenmaterial spezielle Herausforderungen zu meistern.

Empfindliche Oberflächen wie Naturstein, Holzfassaden oder Putz erfordern eine schonende Reinigung, um die Substanz nicht zu beschädigen. Gleichzeitig gilt es, den Algen- und Pilzbefall langfristig zu hemmen und die Fassade vor erneuter Verschmutzung zu schützen.

Umgang mit empfindlichen Fassadenmaterialien

Naturstein wie Sandstein oder Kalkstein reagiert besonders empfindlich auf säurehaltige Reinigungsmittel. Hier sollten ausschließlich pH-neutrale Produkte zum Einsatz kommen, um die Oberfläche nicht anzugreifen.

Auch bei Holzfassaden ist Vorsicht geboten: Ein zu hoher Wasserdruck oder aggressive Reiniger können das Holz beschädigen. Stattdessen empfiehlt sich eine schonende Reinigung mit milden Lösungen und angepasstem Druck.

Klinker und Putz sind robuster, sollten aber dennoch nicht mit zu viel Kraft abgespritzt werden, um die Substanz zu erhalten.

Integration von Algen- und Pilzschutzmitteln

Um die Fassade nach der Reinigung langfristig vor erneutem Algen- und Pilzbefall zu schützen, können spezielle Schutzmittel in die Fassadenfarbe oder den Putz integriert werden.

Diese sogenannte Filmkonservierung basiert oft auf Nano-Technologie und bildet eine unsichtbare Schutzschicht auf der Oberfläche. Während biozidhaltige Anstriche zwar wirksam sind, belasten sie auch die Umwelt und sollten nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Eine ökologische Alternative stellen mineralische Silikatfarben dar, die einen natürlichen Schutz gegen Algen bieten.

FassadenmaterialReinigungsmethodeSchutzmaßnahmen
NatursteinpH-neutrale Reiniger, schonender DruckHydrophobierung, mineralische Silikatfarben
HolzfassadeMilde Lösungen, angepasster DruckHolzschutzlasuren mit Filmkonservierung
Klinker und PutzHöherer Druck möglich, keine aggressiven ReinigerFassadenfarben mit Algen- und Pilzschutz

Letztlich gilt es, für jede Fassade individuell die passende Kombination aus schonender Reinigung und wirksamem Schutz zu finden.

Dabei spielen das Material, der Verschmutzungsgrad und die Umgebungsbedingungen eine entscheidende Rolle. Mit der richtigen Herangehensweise erstrahlt jede Fassade wieder in neuem Glanz – egal ob Naturstein, Holz, Klinker oder Putz.

Kosten und Zeitaufwand

Die Entfernung von Algen an der Fassade ist ein wichtiger Schritt, um den Wert Ihrer Immobilie zu erhalten und das Erscheinungsbild zu verbessern. Doch welche Kosten und welcher Zeitaufwand sind damit verbunden?

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In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Methoden und deren Preise sowie eine Einschätzung zur zeitlichen Planung und Durchführung.

ReinigungsmethodeKosten pro m²Zusatzkosten
Professionelle Fassadenreinigung12-25 EuroGerüst, Hebebühne
Hochdruckreinigung5-15 EuroEntsorgung Schmutzwasser (100-150 Euro)
Sandstrahlen20-25 Euro
Trockeneisstrahlen90-160 Euro/Stunde
Tabelle: Kosten einer Fassadenreinigung

Kostenübersicht verschiedener Methoden

Die Kosten für die Algenentfernung an der Fassade variieren je nach Art der Reinigung und Grad der Verschmutzung. Eine professionelle Fassadenreinigung durch einen Fachbetrieb kostet im Durchschnitt zwischen 12 und 25 Euro pro Quadratmeter.

Für ein Einfamilienhaus mit einer Fassadenfläche von 150 Quadratmetern liegt der Gesamtpreis bei etwa 3.500 Euro brutto. Dabei sind Kosten für den Fachbetrieb und Zusatzkosten wie Gerüst oder Hebebühne bei der Kalkulation zu berücksichtigen.

Wer die Reinigung selbst durchführt, kann Reinigungskosten sparen, muss aber mehr Zeit investieren und benötigt eventuell spezielle Ausrüstung.

Günstige Hausmittel wie Soda und Essig kosten nur wenige Cent pro Quadratmeter, während spezielle Algenentferner schnell 1–2 Euro pro Quadratmeter kosten können.

Die am häufigsten angewandte Methode ist die Hochdruckreinigung mit Kosten von 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter. Für hartnäckige Verschmutzungen eignet sich das Sandstrahlen, das ungefähr 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter veranschlagt. Das schonendste Verfahren ist das Trockeneisstrahlen mit Kosten zwischen 90 und 160 Euro pro Stunde.

Zeitliche Planung und Durchführung

Die Dauer der Algenentfernung hängt von der Fassadengröße, dem Verschmutzungsgrad und der gewählten Methode ab. Kleinere Flächen lassen sich oft an einem Tag reinigen, während größere Fassaden mehrere Tage in Anspruch nehmen können.

Die Reinigungssaison für Fassaden erstreckt sich in der Regel von Februar/März bis Oktober/November.

Nach der Reinigung muss die Fassade ausreichend trocknen, bevor weiterbehandelt werden kann. Die Arbeiten sollten bei trockenem, möglichst windstillem Wetter durchgeführt werden. Schwer erreichbare Stellen erfordern eventuell ein Gerüst oder eine Hebebühne, was zusätzliche Zeit und Arbeitsaufwand verursacht.

Gerüste für Fassaden über 20 Meter kosten ca. 4,50 bis 15 Euro pro Quadratmeter und Hebebühnen zwischen 100 und 200 Euro pro Einsatz bei Fassaden über 10 Meter Höhe.

Eine professionelle Fassadenreinigung nach dem Hermes-Verfahren hält durchschnittlich vier bis sechs Jahre. Durch regelmäßige Wartung und Reinigung lässt sich der Zeitraum bis zur nächsten Grundreinigung verlängern und somit langfristig Kosten sparen. Eine Fassadenreinigung lohnt sich finanziell, da sie schnell durchführbar ist und den Wert der Immobilie steigert, insbesondere vor Verkaufsabsichten eines Hauses.

Do-it-yourself vs. professionelle Reinigung

Bei der Entscheidung, ob Sie Ihre Fassade selbst reinigen oder einen professionellen Dienstleister beauftragen möchten, gibt es einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen.

Lassen Sie uns die Vor- und Nachteile der Eigenleistung und der professionellen Reinigung genauer unter die Lupe nehmen, um Ihnen bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

Vorteile und Nachteile der Selbstreinigung

Die Reinigung der Fassade in Eigenleistung kann eine attraktive Option sein, wenn Sie über ausreichend Zeit, die nötige Ausrüstung und etwas handwerkliches Geschick verfügen. Ein großer Vorteil ist die Kosteneinsparung gegenüber einer professionellen Reinigung.

Allerdings birgt die Selbstreinigung auch einige Nachteile und Risiken.

Ohne Erfahrung kann die Wirksamkeit begrenzt sein und ein zufriedenstellendes Ergebnis ausbleiben. Die körperliche Anstrengung und mögliche Sicherheitsrisiken bei der Arbeit auf Leitern oder Gerüsten sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Durch unsachgemäße Reinigung besteht die Gefahr, Schäden an der Fassade zu verursachen. Beachten Sie auch, dass rote und schwarze Algen oft mehr als 12 Monate für die Reinigung benötigen.

Wann sollte ein Fachmann beauftragt werden?

Eine professionelle Fassadenreinigung ist vorwiegend bei starkem Algenbefall, schwer erreichbaren Stellen oder empfindlichen Fassadenmaterialien sinnvoll.

Fachbetriebe verfügen über Spezialausrüstung, wie z. B. Teleskopstangen, Fassadenreiniger und Schutzausrüstung, sowie die nötige Erfahrung, um auch hartnäckige Verschmutzungen schonend und gründlich zu entfernen.

Professionelle Reinigungen beginnen bei etwa 3-4 Euro pro Quadratmeter.

Durchschnittlich liegen die Kosten einer professionellen Fassadenreinigung zwischen 15 und 25 € pro Quadratmeter, wobei für eine Fassadenfläche eines Einfamilienhauses von 150 m² mit einem Festpreis von 3.500 € oder einer Pauschale von 23 € pro Quadratmeter zu rechnen ist.

Viele Anbieter geben eine Garantie auf ihre Leistungen und haften für eventuelle Schäden. Bei hohen Fassaden, die ein Gerüst oder eine Hebebühne erfordern, ist eine professionelle Reinigung oft die sicherere und effizientere Lösung.

KriteriumDo-it-yourself ReinigungProfessionelle Reinigung
Kosten pro m²40-50 Cent15-25 Euro (Durchschnitt)
ZeitaufwandFlexibel einteilbarSchnelle und effiziente Durchführung
ErreichbarkeitBegrenzt durch eigene AusrüstungBis zu 11 m Sprühlanzen und 25 m Hubsteiger
Haftung bei SchädenEigenes RisikoGarantie und Haftung durch Fachbetrieb
Langzeitschutz12-15 MonateSpezieller Fassadenschutz

Schlussfolgerung: Saubere Fassade, gesünderes Zuhause

Eine regelmäßige Fassadenpflege ist nicht nur für die optische Erscheinung Ihres Gebäudes wichtig, sondern trägt auch maßgeblich zum Gebäudeschutz und zur Werterhaltung bei.

Indem Sie Algen, Pilze und andere Schadstoffe konsequent entfernen, schützen Sie die Bausubstanz vor Schäden und sparen langfristig Sanierungskosten. Die Hochdruckreinigung hat sich dabei als effektive Methode erwiesen, insbesondere in Städten wie München, wo hohe Luftverschmutzung herrscht.

Doch eine saubere Fassade hat nicht nur finanzielle Vorteile – sie fördert auch das Wohlbefinden der Bewohner.

Eine gepflegte Außenwand trägt zu einem gesunden Raumklima bei, indem sie Schimmelbildung verhindert und die Luftqualität verbessert.

Spezielle Putze und Farben auf mineralischer Basis können zusätzlich das Abtrocknen der Fassade erleichtern und gleichzeitig die Algenbildung hemmen.

Häufig gestellte Fragen

Wie entstehen Algen an der Hausfassade?

Algen an der Fassade entstehen hauptsächlich durch Feuchtigkeit, die durch Schatten, mangelnde Sonneneinstrahlung oder die Nähe zu Gewässern begünstigt wird. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, ein zu kleiner Dachüberstand oder gedämmte Fassaden können die Algenbildung fördern.

Welche Fassadenmaterialien sind besonders anfällig für Algenbefall?

Algen können auf verschiedenen Fassadenmaterialien wie Putz, Klinker, Verblender, Backsteine, Faserzementplatten, Metall oder Glas auftreten. Besonders anfällig sind poröse, raue Oberflächen, die Feuchtigkeit speichern können.

Wie entferne ich Algen effektiv von der Fassade?

Zur Entfernung von Algen an der Fassade gibt es verschiedene Methoden: Mechanische Reinigung mit Drahtbürsten, Hochdruckreiniger oder Dampfreiniger, chemische Reinigung mit speziellen Algenentfernern oder Bioziden sowie natürliche Methoden mit Hausmitteln wie Soda oder Essig.

Wie kann ich vorbeugen, dass Algen erneut an der Fassade wachsen?

Eine Hydrophobierung der Fassade nach der Reinigung schützt langfristig vor erneutem Algenbefall. Dabei wird die Oberfläche mit einer wasserabweisenden Imprägnierung behandelt. Auch regelmäßige Wartung und Reinigung der Fassade sind entscheidend, um Algenbefall vorzubeugen.

Wie viel kostet die Algenentfernung an der Fassade?

Die Kosten für die Algenentfernung an der Fassade hängen von Faktoren wie Fassadengröße, Verschmutzungsgrad, Reinigungsmethode und Anbieter ab. Eine professionelle Reinigung kostet meist zwischen 3 und 10 Euro pro Quadratmeter, während die Selbstreinigung mit Hausmitteln deutlich günstiger sein kann.

Wie lange dauert die Algenentfernung an der Fassade?

Die Dauer der Algenentfernung hängt von der Fassadengröße, dem Verschmutzungsgrad und der gewählten Methode ab. Kleinere Flächen lassen sich oft an einem Tag reinigen, während größere Fassaden mehrere Tage in Anspruch nehmen können. Nach der Reinigung ist eine ausreichende Trocknungszeit einzuplanen.