Thema Wohnen

Studie von Goldman Sachs Wo das Risiko fallender Immobilienpreise am höchsten ist

Die Hauspreise in kleinen, offenen Volkswirtschaften, wie beispielsweise Schweden (im Bild die Stadt Ekerö), sind besonders erhöht.

In Schweden und Neuseeland ist das Risiko eines Preiseinbruchs am Immobilienmarkt am höchsten unter den so genannten G10-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Goldman Sachs. Auch für die Schweiz wird ein Risiko gesehen, wenn auch auf niedrigerem Niveau.

Von: Matthew Brockett (Bloomberg)
18.05.2017 um 09:51 Uhr
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In dem Papier, das die Länder mit den zehn am meisten gehandelten Währungen der Welt unter die Lupe nimmt, schreiben die Strategen von Goldman, dass die Hauspreise in kleinen, offenen Volkswirtschaften – wie eben Schweden oder auch Neuseeland – besonders erhöht sind.

Mit Blick auf die kommenden beiden Jahre gebe es in jedem Land eine Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent bis 40 Prozent, dass es zu einem Preisrutsch bei Wohnimmobilien kommen wird. Ein solcher Einbruch am Immobilienmarkt wird definiert durch einen inflationsbereinigten Preisrückgang von fünf oder mehr Prozent.

Goldman vergleicht die Hauspreisniveaus in den verschiedenen Ländern mit drei Standard-Maßstäben: Verhältnis von Hauspreisen zu Mieten, Verhältnis von Hauspreisen zu Haushaltseinkommen, sowie Hauspreise, die um die Inflation bereinigt sind.

„Wenn man den Durchschnitt aus diesen drei Maßstäben zu Grunde legt, dann scheinen die Hauspreise in Neuseeland am stärksten überbewertet zu sein – gefolgt von Kanada, Schweden, Australien und Norwegen“, heißt es in der Studie. „Dem Modell folgend ist die Wahrscheinlichkeit für einen Einbruch der Hauspreise in den nächsten fünf bis acht Quartalen in Schweden und Neuseeland mit 35 Prozent bis 40 Prozent am höchsten.“

Bei Kanada liegt das Risiko laut Studie bei rund 30 Prozent, während Norwegen, Australien und die Schweiz in der Spanne zwischen 20 Prozent und 25 Prozent liegen.

In Neuseeland waren die Hauspreise seit 2010 um 60 Prozent nach oben geschossen, Schweden verzeichnete einen Anstieg von 41 Prozent. Das geht aus Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hervor.

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