Investment

Nach Pleite des Ex-Chefs von Wölbern Invest Hamburger Jugendstilvilla für 3,7 Millionen Euro im Angebot

Sitzt mittlerweile eine achteinhalbjährige Haftstrafe ab: Heinrich Maria Schulte.

Die Hamburger Jugendstilvilla des ehemaligen Chefs des Fondshauses Wölbern Invest, Heinrich Maria Schulte, wird verkauft. Der Insolvenzverwalter ruft für die Immobilie samt Einrichtung 3,7 Millionen Euro auf. Schulte sitzt unterdessen seine Haftstrafe ab.


20.03.2017 um 10:44 Uhr
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Der Insolvenzverwalter von Heinrich Maria Schulte, ehemaliger Chef des mittlerweile geschlossenen Hamburger Fondshauses Wölbern Invest, hat die Jugenstilvilla des inhaftierten Managers zum Verkauf gestellt. Das berichtet die „Hamburger Morgenpost“.

Demnach liegt der Preis der Immobilie an der Elbchaussee bei 3,7 Millionen Euro – offenbar samt Einrichtung, darunter laut Bericht neben Antikmöbeln, Orientteppichen und Chesterfield-Garnituren auch handsignierte Lithographien von Pablo Picasso sowie Friedensreich Hundertwasser zum Verkauf.

Schultes Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Der Professor der Medizin hatte die Bank 2006 gekauft und zwischen 2011 und 2013 rund 116 Millionen Euro Fondsvermögen abgezweigt, davon rund 50 Millionen Euro für eigene Zwecke. Allein in die Renovierung der nun angebotenen Villa fielen laut Bericht 2,5 Millionen Euro an.

Nachdem Schulte im April 2015 zu 8,5 Jahren Haft verurteilt worden war, hatte er kurz darauf Privatinsolvenz angemeldet. Das Bankhaus Wölbern hatte Mitte vergangenen Jahres seine Geschäftstätigkeit eingestellt. Das Institut war am 1. Januar 1956 vom Hamburger Kaufmann Ernst Wölbern gegründet worden.

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