Markt

Mipim 2017 „Eine Menge in Bewegung in der deutschen Proptech-Szene“

Ignacio Perez Hallerbach (Vizepräsident EMEA NaVvis), Moderator Martin Rodeck, (Innovationschef bei ZIA), Andreas Muschter (Vorstandsvorsitzender bei Commerz Real), Stefan Zanetti (Gründer von Allthings Technologies).

Im Rahmen der Mipim in Cannes gab es eine kleine Diskussionsrunde, die sich mit den Innovationen auf dem deutschen Immobilienmarkt beschäftigte. Die einhellige Meinung: Die Branche öffnet sich den neuen Impulsen gegenüber allmählich, ist aber anscheinend immer noch zu träge.


16.03.2017 um 09:17 Uhr
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Stefan Zanetti, Gründer von Allthings Technologies

„Wir sind Quereinsteiger und betraten den Immobilienmarkt vor drei Jahren. Unsere Software Platform Allthings ermöglicht digitale Kommunikation und Interaktion unter allen Beteiligten in Immobilien und bündelt unterschiedlichste digitale Dienste rund um ein besseres Leben in Gebäuden.

Ich bin der Meinung, dass momentan eine gute Zeit für Proptechs ist, da der Markt nach Innovation verlangt und sich hierbei viele Möglichkeiten bieten. Wir sehen in Deutschland, dass Branchengrößen den ersten Proptech Accelerator, Blackprint Proptech Booster, für die Immobilienwirtschaft starten. Innovative, digitale Geschäftsmodelle mit Bezug zur Immobilienwirtschaft werden somit gefördert. Das signalisiert, dass die Branche verstanden hat.

Es gibt einige Segmente in der Immobilienbranche, die sich gegen Veränderungen sträuben. Property Management hat sich beispielsweise kaum weiterentwickelt. Hier wird sich in Zukunft einiges verändern."

 

Ignacio Perez Hallerbach, Vizepräsident EMEA NaVvis

„Wir ermöglichen mit unserer Technologie eine fotorealistische und Zentimeter-genaue 3D-Kartierung von Gebäuden. Es ist quasi ein Navi für drinnen und interaktive ortsbezogene Dienste. Ganz einfach zu benutzen, viel genauer als bestehenden Technologien und um den Faktor 10-100 günstiger.

Es ist zur Zeit eine Menge in Bewegung in der deutschen Proptech-Szene und wir sind optimistisch, dass sich die Branche noch weiter als bisher den Innovationen gegenüber öffnet. Die erwähnten Accelerator-Programme können dabei helfen, aber auch der Erfolg von Proptechs kann dazu führen, dass sich dadurch eine gewisse Akzeptanz den Veränderungen gegenüber entwickelt und sich dadurch Türen leichter öffnen."

 

Andreas Muschter, Vorstandsvorsitzender bei Commerz Real

„Wenn man schon so lange im Geschäft ist wie wir, fällt es sicher schwer, außerhalb der Box zu denken. Dann ist es nicht einfach, die Dinge der letzten 44 Jahre infrage zu stellen und Prozesse zu überdenken. Aber Digitalisierung ist genau das. Da geht es beispielsweise um Big Data und Automatisierung. Dabei ist es wichtig, die Mitarbeiter auf diesem Wege mitzunehmen, ihnen die Angst vor der Veränderung zu nehmen sie daraufhin zu trainieren. Wir können nicht anders, als uns innovativer und effizienter aufzustellen, denn die Branche wächst und deshalb brauchen wir mehr Kapazitäten. Demgegenüber steht die Tatsache, dass die Leute immer noch viel Geld mit Immobilien machen. Es läuft, deshalb ist man bei Veränderungen gerne mal vorsichtig. Ein gefährlicher Moment, denn wer träge ist, verliert irgendwann den Anschluss.“

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