Thema Logistik

Logistik- und Industrieimmobilien 1,9 Milliarden Euro wurden im ersten Quartal investiert

Der Onlinehandel, das Wachstum diverser Lebensmittellieferdienste wie Amazon Fresh und die zunehmende Verbreitung von Same-Day- beziehungsweise Same-Hour-Delivery setzen neue Trends im Logistikimmobilienmarkt.

Das Transaktionsvolumen des Logistik- und Industrieinvestmentmarktes in Deutschland ist im ersten Quartal 2017 83 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Gros der Transaktionen erfolgte außerhalb der Top-7-Standorte. Mit dem boomenden Onlinehandel steigt das Interesse an innerstädtischen Objekten. Das sind Ergebnisse einer Analyse von Savills.


12.04.2017 um 17:05 Uhr
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Der Investmentmarkt für Logistik- und Industrieimmobilien ist äußerst dynamisch ins Jahr 2017 gestartet. Insgesamt wechselten von Januar bis März Objekte für etwa 1,9 Milliarden Euro den Eigentümer und damit 83 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Getragen wurde das Wachstum vom Logistikbereich, dem 90 Prozent des Transaktionsvolumens zuzuordnen sind und der gegenüber dem Vorjahresquartal um 136 Prozent zugelegt hat. Gewerbeparks und Industrieimmobilien hingegen mussten mit - 81 Prozent respektive - 14 Prozent einen Rückgang hinnehmen.

Die mit Abstand größten Transaktionen im ersten Quartal waren der Verkauf der deutschen Hansteen-Objekte an ein Joint Venture aus Blackstone und M7 für über 970 Millionen Euro und der Erwerb von zehn DHL-Paketverteilzentren durch CBRE Global Investors für rund 128 Millionen Euro. „Der Kauf oder die Beteiligung an großen Logistik-Plattformen ist nach wie vor der einfachste Weg zum Aufbau eines großvolumigen deutschen Logistikportfolios“, sagt Ingo Spangenberg, Direktor und bei Savills verantwortlich für Industrial Investments. Das Angebot ist weiterhin der Engpass. „Viele Neubauprojekte wandern direkt in die Fonds der großen Entwickler. Auch dies führt dazu, dass für die steigende Investorennachfrage bei weitem nicht genügend Produkte zur Verfügung stehen“, sagt Spangenberg.

Das mangelnde Angebot lässt Investoren flexibler werden. „Das Gros aller Transaktionen fand außerhalb der sieben Top-Regionen statt. Somit ist es wichtiger denn je, sich mit den einzelnen Logistikregionen detailliert zu beschäftigen und Deutschland in seiner Gesamtheit zu betrachten, statt sich ausschließlich auf die Top-Regionen zu beschränken“, so Peter Salostowitz, Geschäftsführer beim Beratungsunternehmen Industrialport, das den Markt für Logistik- und Industrieimmobilien gemeinsam mit Savills analysiert.

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