Investment

Investieren, wo andere Urlaub machen Spanien? Olé!

Blick nach oben in der Altstadt von Barcelona. Vor allem bezahlbarer Wohnraum ist hier Mangelware und darum ein attraktives Investment.

Spaniens Immobilienmarkt ist wieder ein beliebtes Reiseziel für Investoren. Wo man sich noch schnell eine Liege reservieren sollte.

Von: Astrid Lipsky
29.06.2016 um 11:16 Uhr
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Barcelona: 21 Grad, sonnig. Madrid: 25 Grad, sonnig. Mallorca: 26 Grad, sonnig. Ibiza: 23 Grad, sonnig. Hamburg: 13 Grad, Regen. Eine Momentaufnahme aus dem Monat Mai. Kein Wunder, dass Spanien eines der beliebtesten Reiseziele deutscher Touristen ist. Aber auch Immobilien-Investoren haben das Land seit rund zwei Jahren wieder auf dem Radar. Denn seit Mitte 2014 zeigt die spanische Wirtschaft deutliche Zeichen einer Erholung. Die Arbeitslosenquote sinkt, die Exporte steigen, der Inlandskonsum ist stabil. Der internationale Währungsfonds rechnet 2 016 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent, 2017 mit 2,3 Prozent. Die Euro-Zone wächst im Schnitt nur mit jeweils 1,7 Prozent.

Das größte Risiko? „Ja, Spanien hat Sonne und Wärme, dafür aber keine funktionierende Regierung“, sagt Thomas Beyerle, Geschäftsführer von Catella Property Valuation. Nach der Wahl im Dezember vergangenen Jahres hatte keine der großen Parteien eine eigene Mehrheit im Parlament. Nach einigem Hin und Her hat Spaniens König Felipe das Parlament schließlich im Mai dieses Jahres aufgelöst und Neuwahlen angesetzt. Am 26. Juni stimmen die Spanier erneut ab. Leider erst nach Redaktionsschluss.

Spaniens Notenbank hat jüngst Alarm geschlagen und vor einer Lähmung der Regierung gewarnt. Die politische Unsicherheit könne sich negativ auf die Konjunktur auswirken, hieß es in ihrem Finanzstabilitätsbericht. Als weitere Wachstumsbremsen nannte sie die Abkühlung der Weltwirtschaft und Schwierigkeiten der heimischen Banken, die mit den niedrigen Zinsen und vielen faulen Krediten zu kämpfen haben. Außerdem hagelte es Kritik von der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank. Die Neuverschuldung des Landes gehöre zu den höchsten in der Euro-Zone, hieß es in der gemeinsamen Stellungnahme. Der notwendige Fortschritt bei der Haushaltskonsolidierung stocke. Das Land habe den Rückwärtsgang eingelegt. Ministerpräsident Mariano Rajoy will 2016 statt der geplanten 2,8 Prozent eine öffentliche Verschuldung von 3,6 Prozent der Wirtschaftsleistung zulassen. 2017 soll das Minus in der Staatskasse mit 2,9 Prozent knapp unter der in den EU-Verträgen erlaubten Höchstgrenze von 3 Prozent liegen. Über den künftigen Kurs der Wirtschaftspolitik kann derzeit allerdings nur spekuliert werden. „Man tut Spanien aber unrecht, wenn man das Land als extrem risikobehaftet bezeichnet. Spanien ist mit Abstand das stabilste Land im Mittelmeerraum“, sagt Beyerle.

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