Thema Offene Immobilienfonds

Internationale Immobilienfonds Durchschnittliches Ziel-Eigenkapital auf etwa 355 Millionen Euro gesunken

Hotel (im Bild das Marina Bay Sands in Singapur), Parkhaus, Pflege- oder Studentenwohnheim: Auf der Suche nach Rendite entdecken immer mehr Immobilien-Investoren Nischensegmente.

Die internationalen Immobilienfonds liegen im ersten Halbjahr volumenseitig deutlich über dem zweiten Halbjahr 2016. Jedoch noch 20 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Bezug auf die Anzahl der Fonds wird das Vorjahresniveau nahezu punktgenau erreicht. Entsprechend rückläufig hat sich demnach das Ziel-Eigenkapital der Fonds entwickelt. Das sind Ergebnisse einer Analyse von Swisslake.


12.07.2017 um 18:15 Uhr
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Mit einer Auflage von insgesamt weltweit 178 Fonds und einem Ziel-Eigenkapital von 72,1 Milliarden US-Dollar liegen die internationalen Immobilienfonds im ersten Halbjahr volumenseitig deutlich über dem zweiten Halbjahr 2016, aber noch 20 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Bezug auf die Anzahl der Fonds wird das Niveau des Vorjahreszeitraums mit 178 im Vergleich zu 179 Fonds nahezu punktgenau erreicht. Entsprechend rückläufig hat sich demnach das Ziel-Eigenkapital der Fonds entwickelt, welches von durchschnittlich 505 Millionen Dollar (etwa 442 Millionen Euro) auf 405 Millionen Dollar (etwa 355 Millionen Euro) gesunken ist (minus 20 Prozent). Die wesentliche Ursache liegt in der geringeren Auflage von Megafonds (> 1 Milliarden Dollar) in 2017, die insbesondere in 2016 den Trend bestimmt haben. Einige der im ersten Halbjahr 2016 aufgelegten Megafonds von bedeutenden Fondsgesellschaften befinden sich aktuell noch in der Platzierungs- oder bereits in der Investitionsphase und mit deren Nachfolgevehikeln ist frühestens in 2018 zu rechnen Die durchschnittliche Fondsgröße liegt im ersten Halbjahr auch deutlich unter den langjährigen Durchschnittswert von 468 Millionen Dollar (etwa 410 Millionen Euro, also minus 13 Prozent).

Rückgänge im Vergleich zum Vorjahresniveau zeigen sich auch bei den Platzierungsergebnissen. So wurden in 2017 bisher insgesamt 77 Fonds mit einem Eigenkapitalvolumen von 45 Milliarden Dollar (etwa 39,4 Milliarden Euro) endplatziert, nach 86 Fonds mit 45 Milliarden Dollar im zweiten Halbjahr 2016 und 101 Fonds mit einem Eigenkapital von 62 Milliarden Dollar (etwa 54,3 Milliarden Euro) im ersten Halbjahr 2016. Dies ist vor allem auf schwache Platzierungsleistungen im nordamerikanischen und asiatischen Raum zurückzuführen. Europa hingegen legt im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen deutlich zu und macht mit 17.7 Milliarden Dollar (etwa 15,5 Milliarden Euro) einen Anteil von knapp 40 Prozent an den Gesamtplatzierungsergebnissen im ersten Halbjahr 2017 aus.

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