Markt

Gemeinsame Absichtserklärung DG Hyp und WL Bank fusionieren zur DZ Hyp

Der WL-Bank-Standort Münster soll nach der Fusion als Hauptsitz der Bank fungieren.

Die beiden genossenschaftlichen Immobilienbanken DG Hyp und WL Bank treiben ihren geplanten Zusammenschluss weiter voran. Die Institute sind im März 2017 in Fusionsgespräche eingetreten und haben seither wesentliche Eckpunkte der vereinigten Immobilienbank erarbeitet. Diese haben die Vorstände der beiden Gesellschaften nun in einer gemeinsamen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) vereinbart.


28.06.2017 um 12:34 Uhr
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Das erklärte strategische Ziel der beiden genossenschaftlichen Immobilienbanken DG Hyp und WL Bank ist es, bestehende Kompetenzen beider Häuser zu bündeln und zugleich Redundanzen zu vermeiden, Kunden aus einer Hand zu bedienen und dabei insbesondere den Nutzen für die Genossenschaftsbanken weiter zu erhöhen. Die vereinigte Immobilienbank wird die bisherigen Kundensegmente – Gewerbekunden, Wohnwirtschaft, Kommunen sowie Privatkunden – in Umfang und Tiefe unverändert bedienen und auf allen Geschäftsfeldern zu den führenden Anbietern zählen. Zugleich entsteht durch die Fusion die größte Pfandbriefbank Deutschlands.

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Wesentliche Bestandteile des Memorandum of Understanding sind im Einzelnen:

Führungsstruktur

  • Frank Mühlbauer verantwortet als zukünftiger Co-Vorstandsvorsitzender der fusionierten Gesellschaft die Bereiche Markt Wohnungswirtschaft, Markt Kommunal, Markt Privatkunden und Verbund-Betreuung, Personal, Vorstandsstab und Gremienmanagement
  • Georg Reutter verantwortet als zukünftiger Co-Vorstandsvorsitzender der fusionierten Gesellschaft die Bereiche Markt Gewerbekunden FinanzGruppe, Markt Gewerbekunden Institutionelle, Markt Treasury, Kommunikation/ Marketing und Investor Relations sowie Recht
  • Manfred Salber verantwortet als zukünftiger Chief Risk Officer (CRO) der fusionierten Gesellschaft die Bereiche Marktfolge Gewerbekunden, Marktfolge Wohnungswirtschaft und Privatkunden, Sanierung und Abwicklung, Marktfolge Treasury und Kommunal, Risikocontrolling
  • Carsten Düerkop verantwortet als zukünftiger Finanzvorstand/Geschäftsführer der fusionierten Gesellschaft die Bereiche Finanzen, Compliance, Organisation und Betrieb, IT, Interne Revision sowie Gutachter

Standorte

Hamburg und Münster sollen die Hauptstandorte der fusionierten Bank bleiben. Zudem ist beabsichtigt, dass diese auch den juristischen Doppelsitz bilden. Letzteres bedarf noch der Zustimmung der Registergerichte. An der dezentralen Aufstellung der regionalen Vertriebsstandorte (Repräsentanzen, Immobilienzentren) wird festgehalten, um auch zukünftig eine große Nähe zu den Genossenschaftsbanken und den Endkunden gewährleisten zu können.

Synergien

Die angestrebten Ertrags- und Kostensynergien durch den Zusammenschluss werden im unteren bis mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen. Im Vordergrund stehen dabei Ertragssynergien durch den einheitlichen Marktangang. Zudem sollen Kostensynergien bei Strukturen, Prozessen und Infrastrukturen gehoben werden. Die Vorstände beider Gesellschaften stimmen darin überein, dass die erreichte Stärke der Unternehmen wesentlich auf der hohen Leistungsbereitschaft und dem Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter basiert. Auswirkungen auf die Beschäftigten sollen grundsätzlich so gering wie möglich gehalten werden. Die konkreten Auswirkungen werden aktuell geprüft und in enger Abstimmung mit den Gremien der Mitbestimmung diskutiert.

Marke

DG Hyp und WL Bank haben sich darauf verständigt, dass das fusionierte Institut unter der Marke DZ Hyp in der DZ Bank Markenfamilie auftreten wird.

Transaktionsstruktur und Zeitplan

Als Transaktionsstruktur ist eine „Verschmelzung durch Aufnahme“ vorgesehen. Hierbei wird das Vermögen der WL Bank als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung der WL Bank ohne Abwicklung auf die DG Hyp übertragen. Dies geschieht gegen Gewährung von Aktien der DG Hyp an die Aktionäre der WL Bank. Die Arbeiten zur strukturellen, technischen und kulturellen Integration beginnen sukzessive. Die beschlussfassenden ordentlichen Hauptversammlungen von DG Hyp und WL Bank werden bis Mitte 2018 über die Fusion entscheiden. Der Abschluss der Fusion wird rückwirkend zum 1. Januar 2018 angestrebt.

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