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Erstmals seit 2004 Spitzenmieten im Einzelhandel sinken in den Metropolen

Auf Berlins Konsummeile Tauentzienstraße fiel die Spitzenmiete.

Der Spitzenwert auf der Berliner Tauentzienstraße geht um 6 Prozent auf 330 Euro zurück. Der Flächenanteil der Big-10 sinkt auf historisches Tief von 18 Prozent. Die Durchschnittsgröße der Anmietungen geht deutlich auf 520 Quadratmeter zurück. Das sind Ergebnisse einer Einzelhandelsanalyse von Jones Lang Lasalle (JLL).


19.04.2017 um 10:43 Uhr
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Erstmals seit 2004 werden Spitzenmieten in den Topeinkaufsstraßen Deutschlands wieder leicht zurückgehen. Damit erreicht die Trendwende nun auch die 1a-Lagen der Big-10, nachdem sie sich in den vergangenen beiden Jahren bereits außerhalb der Metropolen abgezeichnet hatte. So ging auf Berlins Konsummeile Tauentzienstraße die Spitzenmiete von 350 Euro auf 330 Euro um 6 Prozent zurück. In Hannovers Georgstraße sank sie um 5 Prozent von 200 Euro auf 190 Euro. Allein die Kölner Schildergasse konnte leicht von 255 Euro auf 260 Euro zulegen. Im Verlauf des ersten Halbjahres erwartet JLL für die durchschnittliche Spitzenmiete in den Big 10 einen Rückgang von 1 Prozent. Im Schnitt aller 185 untersuchten Einzelhandelslagen wird es ein Minus von 1,7 Prozent sein.



Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung JLL Germany: „Mehr als ein Jahr hatten die Spitzenmieten in fast allen Städten auf einem hohen Niveau stagniert. Das war ein klares Signal dafür, dass der Handel sein Limit erreicht hat und den Mieten nun noch schwerlich den nötigen Umsatz entgegenbringen kann. Das gilt vor allem für den verunsicherten Textilhandel – bislang der Hauptumsatzbringer im Einzelhandel.“ Nur in Ausnahmefällen akzeptieren Händler hohe Mieten in prestigeträchtigen Lagen, um mit Flagship-Stores und ihrer Marke prominent präsent zu sein.

Neben den sinkenden Mieten setzen sich zu Jahresbeginn 2017 zwei weitere prägende Trends deutlich spürbar fort: Der Einzelhandel mietet zunehmend kleinere Flächen an und setzt dabei längst nicht mehr so stark auf die Metropolen der Big-10 wie noch vor wenigen Jahren.

Insgesamt 126.500 Quadratmeter wurden im ersten Quartal bei 244 Abschlüssen vermietet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal waren dies 4 Prozent mehr Fläche bei zugleich 4 Prozent weniger Abschlüsse. Vor fünf Jahren lag die durchschnittliche Anmietungsgröße noch bei 602 Quadratmeter, derzeit sind es nur noch 520 Quadratmeter. Die Größenklasse unter 250 Quadratmeter verzeichnete allein 141 Abschlüssen und konnte ihren Anteil am Flächenumsatz im Vergleich zum Vorjahr um weitere 2 Prozent auf nun 58 Prozent ausbauen. Das Gros machte dabei die Gastronomie mit 48 Anmietungen aus. Der Textilhandel, sonst wichtiger Nachfrager der Größenklasse zwischen 250 Quadratmeter und 1.000 Quadratmeter konzentrierte sich diesmal auf Großflächen mit mehr als 1.000 Quadratmeter. Besonders aktiv war TK Maxx mit drei Anmietungen, während Primark sieben Eröffnungen für das laufende Jahr ankündigte.

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1. Seite: Insgesamt 126.500 Quadratmeter wurden im ersten Quartal bei 244 Abschlüssen vermietet
2. Seite: Big-10-Städte erzielen zusammengerechnet 23.100 Quadratmeter im ersten Quartal
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