Thema Politik

Eine Entscheidung für Europa Emmanuel Macron wird Präsident der Franzosen

Mit der Wahl von Emmanuel Macron haben die Franzosen eine Existenzkrise der Europäischen Union abgewendet.

Der parteilose Emmanuel Macron hat mit mehr als 65 Prozent der Stimmen die französische Präsidentschaftswahl gewonnen. Der 39-Jährige Kopf der Bewegung „En Marche" (EM) steht für Europa sowie für einen wirtschaftsliberalen Kurs.


08.05.2017 um 09:16 Uhr
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Der pro-europäische Emmanuel Macron hat die Präsidentenwahl in Frankreich gewonnen. Eine der ersten Gratulanten war Angela Merkel: „Die Bundeskanzlerin freut sich darauf, im Geist der traditionell engen deutsch-französischen Freundschaft vertrauensvoll mit dem neuen Präsidenten zusammenzuarbeiten“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Auszählung ergab, dass sich der 39-jährige Franzose mit 66 Prozent der Stimmen gegen die Front-National-Politikerin Marine Len Pen durchgesetzt hat. Somit wird er der jüngste französische Präsident aller Zeiten. Die rechtspopulistische Kandidatin konnte lediglich 34 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Insgesamt waren 47 Millionen Franzosen wahlberechtigt. Davon haben 25,4 Prozent nicht gewählt. 11,5 Prozent haben einen ungültigen oder leeren Stimmzettel eingereicht. Das teilte das französische Innenministerium heute mit.

Emmanuel Macron hat angekündigt, den Vorsitz seiner Bewegung En Marche niederlegen zu wollen. Der ehemalige Wirtschaftsminister muss sich nun schnell positionieren, denn sein Programm ist in vielen Punkten noch unklar. Außerdem sind im Juni sind Parlamentswahlen und er hat keine schlagkräftige Partei hinter sich. Erstmals in der Geschichte der Fünften Republik fand der entscheidende zweite Durchgang ohne Kandidaten der Konservativen und der Sozialisten statt – beide Parteien sind uneins und stehen nun vor den Juni-Wahlen ohne Spitzenkandidaten da.

Marine Le Pen ist es gelungen, die rechtsextreme Partei Front National (FN) als wählbar zu etablieren und vom Randdasein zu befreien. Macron wäre ohne eigene Mehrheit in der Nationalversammlung gezwungen, eine Regierung zu ernennen, der auch Politiker eines anderen politischen Lagers angehören. Frankreich scheint momentan gespalten und der junge französische Präsident steht vor der schwierigen Aufgabe, das Land zu einen. Zudem haben im vergangenen Jahr die offenen Immobilienfonds, die traditionell stark in Frankreich investiert sind, den Anteil französischer Objekte deutlich reduziert – aufgrund der wirtschaftlichen Stagnation im Land. Es gibt also viel zu tun.

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