Markt

Analyse von Cushman & Wakefield Welche europäischen Immobilienmärkte überbewertet sind

Moschee in Istanbul: Der Büromarkt der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei ist laut Cushman & Wakefield überbewertet.

Der Immobiliendienstleister Cushman & Wakefield hat 122 europäische Büro-, Einzelhandels- und Logistikmärkte analysiert und beurteilt 65 Märkte als marktgerecht bewertet, 30 als unterbewertet und 27 als überbewertet. Welche Märkte heißlaufen und wo es noch lohnt, zu investieren.


13.09.2017 um 10:30 Uhr
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Der von Cushman & Wakefield vierteljährlich ermittelte Fair Value Index, der 122 europäische Büro-, Einzelhandels- und Logistikmärkte umfasst, hat zum ersten Mal seit 2009 – also seit Beginn der Erholung der Immobilienmärkte nach der globalen Finanzkrise – ein marktgerecht bewertetes Niveau erreicht. 65 der untersuchten Märkte gelten als marktgerecht bewertet, 30 als unterbewertet und 27 als überbewertet. Von den 122 Märkten beurteilt Cushman & Wakefield 53 Prozent der Logistikmärkte als unterbewertet verglichen mit 14 Prozent der Büro- beziehungsweise 14 Prozent der Einzelhandelsmärkte. Umgekehrt sind 3 Prozent der Logistikmärkte überbewertet, verglichen mit 37,5 Prozent beziehungsweise 16,5 Prozent der Büro- und Einzelhandelsmärkte.

Überbewerteten Märkte in Europa sind beispielsweise Istanbul (Büro), Genf (Büro), Mailand (Einzelhandel) und Rom (Einzelhandel). Hohe Renditen für Staatsanleihen in der Türkei drückten die markgerechte Rendite für Immobilien auf beinahe das Doppelte der geplanten Rendite, heißt es von Cushman & Wakefield. Die Spitzenrenditen für Einzelhandelsimmobilien in Rom und Mailand sind mit jeweils 2,75 Prozent sehr niedrig, was dazu führt, dass diese Märkte relativ gesehen weniger attraktiv erscheinen.

Moskau der Spitzenreiter unter den europäischen unterbewerteten Märkten und liegt auf Platz 1 beziehungsweise 2 in Bezug auf Einzelhandels- und Büroflächen. Sofia (Büro), Dublin (Logistik) und Barcelona (Logistik) vervollständigen die ersten fünf Plätze. Großbritannien mit einer von 28 Städten (Büromarkt in Bristol) und Frankreich mit zwei von zehn Städten (Logistikmarkt in Paris und Marseille) weisen die geringsten unterbewerteten Märkte auf, so die Analysten.

Vor allem Logistikimmobilien stellen derzeit also Investitionsmöglichkeiten dar: Sie machen 17 der 30 unterbewerteten Märkte in Europa aus. Dazu gehören Barcelona, Madrid und Mailand. Die attraktivsten Investitionsmöglichkeiten in geografischer Hinsicht bieten laut Cushman & Wakefield die Märkte in Zentral- und Osteuropa, Spanien und Deutschland, die von einer Kombination aus gesunden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie anhaltender Investorennachfrage befeuert werden.

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