Markt

CBRE-Analyse Niedrigster Leerstand bei Büroimmobilien seit 2012

Gute Aussichten: In Warschau stehen immer weniger Büros leer.

Im dritten Quartal 2015 standen so wenige Büros in Europa leer, wie seit 2012 nicht mehr. Den stärksten Mietzuwachs gab es aber nicht etwa in London oder Berlin.


05.01.2016 um 14:41 Uhr
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Der Immobilienberater CBRE hat den EU-28 Vacancy Index analysiert. Dieser misst die Immobilien-Leerstände aller 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. CBRE konzentrierte sich bei seiner Analyse „EMEA Offices, Q3 2015“ auf Büroimmobilien. Das Ergebnis: Im dritten Quartal 2015 lag der durchschnittliche Leerstand bei 10,8 Prozent. Das sind 20,7 Basispunkte weniger als im vorangegangenen Quartal. Von den 47 untersuchten Städten gaben 69 Prozent an, dass sie sinkende oder zumindest stabile Leerstandsraten im Bürosegment haben.

Den größten Leerstands-Rückgang kann dabei Warschau verbuchen. In der polnischen Hauptstadt sank die Rate auf 12,9 Prozent. Ein Minus von über 1 Prozent und gleichzeitig der beste Stand seit dem ersten Quartal 2014. Paris London und Brüssel müssen sich mit einem kleinen Rückgang von 0,2 Prozent zufrieden geben.

In den deutschen Großstädten sieht das besser aus. In Berlin sank die Quote um 1 Prozent auf 7,3. In Düsseldorf ging es um 0,9 auf 9,7 Prozent herunter. Hamburg verbucht mit 6,4 Prozent den niedrigsten Leerstand seit 2003. Ein Minus von 1,2 Prozent. Das erreicht auch München, wo 5,8 Prozent der Büros keinen Mieter haben. Lediglich Frankfurt bleibt konstant bei 11,5 Prozent unvermieteter Bürofläche.

Jan Linsen von CBRE erklärt: „Ein Grund für die insgesamt sinkenden Leerstandsraten ist unter anderem die Projektentwicklung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Anzahl von Fertigstellungen im Bürosegment in den Kern-Märkten der Region EMEA, also Europa, Mittlerer Osten und Afrika um 7,2 Prozent gesunken.“

Eine Folge davon ist, dass die Mieten für erstklassige Büroflächen in Europa um durchschnittlich 0,4 Prozent zum Vorquartal gestiegen sind. In Dublin beispielsweise ist sie mittlerweile doppelt so hoch wie 2012. Und auch Barcelona und Stockholm verzeichnen Steigerungsraten von 10 Prozent pro Jahr.

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