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Bauherren-Studie 2017 von Almondia Bei 72 Prozent der Eigenheime laufen die Baukosten aus dem Ruder

Vorsicht Baustelle: Bei 72 Prozent der privat errichteten Häuser laufen die Baukosten aus dem Ruder.

Drei Viertel der in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland errichteten Eigenheime sind am Ende spürbar teurer geworden als geplant. Das geht aus einer Umfrage des Bauherren-Beraters Almondia unter 1.046 Bundesbürgern hervor. Die Hälfte der Befragten hat in den vergangenen fünf Jahren ein selbstgenutztes Haus gebaut. Die andere Hälfte der Teilnehmer plant einen Bau in den kommenden zwei Jahren und hat teilweise auch schon ein Baugrundstück. Die Umfrage erfolgte unter wissenschaftlicher Begleitung von Professorin Evi Hartmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Was die Budgets gesprengt hat.


06.09.2017 um 11:44 Uhr
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Drei Viertel der in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland errichteten Eigenheime sind am Ende spürbar teurer geworden als geplant. Während bei jedem dritten Haus die Baukosten bis zu 10 Prozent über Plan lagen, waren es bei jedem fünften Neubau bis zu 20 Prozent und bei gut jedem zehnten Haus sogar bis zu 30 Prozent. Das Budget und die Nerven der Bauherren wurden zusätzlich noch von einer anderen Seite strapaziert: Jeder zweite Bau wurde nicht pünktlich fertig. Ein Viertel der Eigenheime konnte dabei erst mit einer Verzögerung von drei Monaten oder länger bezogen werden. Das geht aus einer Umfrage des Bauherren-Beraters Almondia unter 1.046 Bundesbürgern hervor. Die Hälfte der Befragten hat in den vergangenen fünf Jahren ein selbstgenutztes Haus gebaut. Die andere Hälfte der Teilnehmer plant einen Bau in den kommenden zwei Jahren und hat teilweise auch schon ein Baugrundstück. Die Umfrage erfolgte unter wissenschaftlicher Begleitung von Professorin Evi Hartmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

„Bauprojekte folgen häufig einem sehr engen Zeitplan. Da die Arbeiten aufeinander aufbauen, können selbst kleine Verzögerungen zu einem Dominoeffekt führen“, so Hartmann. „In der Folge verschieben sich die Arbeiten immer weiter nach hinten. Wenn dann noch ein besonders kalter Winter dazukommt, können bestimmte Arbeiten erst gar nicht ausgeführt werden." So lässt sich etwa Estrich bei niedrigen Temperauren nicht fachgerecht gießen. Oder nur zu hohen Mehrkosten, da in diesem Fall eine mobile Heizung eingesetzt werden müsste.

„Jede Bauverzögerung kostet zusätzliches Geld. Das ist bei Bauherren ohnehin oft knapp“, sagt Gordian Rättich, Geschäftsführer des Bauherren-Beraters Almondia. Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer, die einen Bau planen, haben erlebt, wie im Familien- und Freundeskreis die Baukosten explodiert sind. Von Finanzierungsproblemen haben vier von zehn Befragten gehört. Darüber hinaus bedeutet der Hausbau oft auch eine hohe emotionale Belastung. Gut ein Drittel der Bauinteressierten hat beobachtet, dass die Strapazen zu Stress innerhalb der Familie führten. 12 Prozent berichten sogar von beruflichen Problemen ihrer Freunde und Familienmitglieder.

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