Thema Projektentwickler

Aurelis im Porträt Triebwerk für mehr Flexibilität

Triebwerk München: Neben Neubauprojekten entwickelt Aurelis aus historischen Industrie-Immobilien moderne Gewerbeflächen.

Der Asset Manager und Projektenwickler Aurelis setzt bei seinen Gewerbe- und Logistikimmobilien auf flexible Nutzungskonzepte für die Mieter. Ein Porträt.

Von: Markus Gotzi
18.05.2017 um 17:00 Uhr
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Längst liegt im ehemaligen Bahnausbesserungswerk Neuaubing kein Geruch nach heißem Stahl und Teer mehr in der Luft. Das Werksgelände im Münchener Westen wurde 1906 von der Deutschen Bahn in Betrieb genommen und im Jahr 2001 aufgegeben.

Trotzdem herrscht heute alles andere als Stillstand: Das Immobilienunternehmen Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG baut das Areal zu einem Business Campus der anderen Art aus: mit sanierten Backsteinhallen, modernen Neubauten und weitläufigen Biotopflächen.

„Der Name ,Triebwerk‘ ist dabei Programm“, unterstreicht Joachim Wieland, CEO von Aurelis. „Als Hommage an die Bahnhistorie und als Versprechen einer dynamischen Zukunft.“ Das Areal ist inzwischen ein Ort mit Beschäftigung rund um die Uhr geworden.

Die Deutsche Post DHL zum Beispiel nutzt hier 7.000 Quadratmeter für eine mechanisierte Zustellbasis. Den Neubau für den Logistiker errichtete Aurelis.

Neben Logistik, Großhandel oder Kreativwirtschaft wird das Triebwerk in Zukunft auch ein Ort für die sogenannte „leichte Produktion“ sein, also für spezialisierte Betriebe, die immissionsarm produzieren.

Denn auch und gerade in der postindustriellen Gesellschaft werden solche Flächen benötigt.

Schnellere Auslieferung

„Unternehmen, bei denen das früher nicht denkbar war, rücken heute an die Stadt heran“, sagt Wieland. „Logistiker wollen näher am Konsumenten sein, um online bestellte Ware schneller ausliefern zu können. Immissionsarm produzierende Betriebe suchen ebenfalls citynahe Standorte, damit die Lieferwege für ihre Waren kurz sind.“ Doch dafür braucht es die Akzeptanz der Kommune.

Wissenschaftliche Einrichtungen wie beispielsweise das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation erforschen den Wandel hin zur Verstädterung mit seinen Auswirkungen auf die produzierenden Unternehmen und die Menschen, die in Nachbarschaft zu den Betrieben leben.

„In der Stadt der Zukunft sind Produktionsstätten so leise und sauber, dass sie sich in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet harmonisch einfügen. Alle Beteiligten – von Unternehmen und deren Mitarbeitern über die Bürger bis hin zur Stadt selbst – profitieren von einer Symbiose zwischen Produktion und Umfeld“, berichten die Experten des Fraunhofer Instituts in einer aktuellen Studie.

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