Markt

Analyse von Deloitte Deutschland wird zum Mekka der Baubranche

Einziger deutscher Vertreter in der Liga börsennotierter Bauunternehmen ist die Bauer Aktiengesellschaft (im Bild).

Die anhaltend gute Konjunkturlage und der Nachholbedarf bei Investitionen in den Infrastrukturausbau bieten in Deutschland eine gute Ausgangslage für Bauunternehmen aus dem In- und Ausland. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Deloitte.


13.07.2017 um 17:22 Uhr
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Es befindet sich zwar nur ein einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 der börsennotierten oder kapitalmarktorientierten Konzernen, das Land selbst aber profitiert von seinem Bauboom und davon, dass sich zahlreiche Anbieter um Aufträge bewerben. Der Konkurrenzdruck ist groß, sodass die Bauunternehmen im Hinblick auf Wachstum und Profit trotz der guten Nachfrage nur langsam zulegen.

Die Gesamtumsätze und die Marktkapitalisierung der 20 größten europäischen Anbieter fielen 2016 im Vergleich zum Vorjahr sogar geringfügig. Nur acht Top-20-Unternehmen konnten ihren Ertrag steigern. Mittelständische Unternehmen der Bauwirtschaft konnten die positiven Impulse tendenziell deutlich besser nutzen. Insgesamt sieht die Branche optimistisch in die Zukunft, weil die Nachfrage nach Immobilien wächst und die Investitionen in den meisten europäischen Staaten wieder steigen. 

„Deutschland ist der europaweit größte und attraktivste Markt für Anbieter der Baubranche. Entsprechend hoch sind die absoluten Kennzahlen und die Investitionen. 2016 stiegen sie gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent. In diesem Jahr soll die Branche um 2,3 Prozent zulegen, 2018 wieder um 2,7 Prozent wachsen“, erklärt Franz Klinger, Partner Immobilien & Bau bei Deloitte.

Erträge fielen 2016

Die zusammengerechneten Erträge der im Rahmen des Reports erfassten Unternehmen erreichten 2016 genau 294,618 Milliarden Euro – und lagen damit 2 Prozent niedriger als 2015. An der Börse fiel der Wert im Betrachtungsjahr um 5 Prozent auf 155,353 Milliarden Euro. Dabei sorgte vor allem die positive Entwicklung von in Frankreich, Schweden und Österreich ansässigen Konzernen für einen gewissen Ausgleich zur Negativperformance der britischen Wettbewerber (minus 33 Prozent).

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