Investment

Analyse von Colliers International Logistik: Milliardenschwere Portfolio-Übernahmen sorgen für Sensation

Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt erlebt aktuell einen Höhenflug.

Sensationsergebnis auf dem Logistikmarkt: Das Gesamtjahresergebnis aus 2016 wurde bereits zum Halbjahr übertroffen. Milliardenschwere Portfolio-Übernahmen sind für das Rekordergebnis verantwortlich. Der Nachfragedruck lässt die Renditen weiter sinken. Das sind Ergebnisse einer Analyse von Colliers International.


10.07.2017 um 11:08 Uhr
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2017 ist das Logistikjahr schlechthin. Nach Angaben von Colliers International wurde in den vergangenen sechs Monaten ein Transaktionsvolumen von rund 5,4 Milliarden Euro erzielt. Mit diesem Ergebnis wurde nicht nur der Vorjahreswert (2,1 Milliarden Euro) deutlich übertroffen, auch das gesamte Transaktionsvolumen aus 2016 (4,6 Milliarden Euro) wurde bereits überschritten. Mit diesem erneuten Rekordvolumen erreichen Industrie- und Logistikimmobilien auf dem gesamtgewerblichen Immobilienmarkt erstmalig einen bedeutenden Anteil von satten 21 Prozent und liegen fast gleichauf mit Einzelhandel (22 Prozent).

Peter Kunz, Leiter Industrie & Logistik bei Colliers International: „Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt erlebt aktuell einen wahren Höhenflug. Noch nie zuvor wurde in so kurzer Zeit so viel in diese Anlageklasse investiert, wie in den letzten sechs Monaten dieses Jahres. Das ungebrochene Interesse in Logistikimmobilien in Kombination mit einer kontinuierlich wachsenden Produktknappheit in den Top-Lagen hat dazu geführt, dass sich Investoren um verfügbare Produkte reißen und sich ihnen bietende Investitionsmöglichkeiten schnell wahrnehmen. Neben dem klassischen Erwerb von einzelnen Immobilien sind es in den letzten Monaten vor allem komplette Unternehmens- und Portfolioübernahmen gewesen, die Investoren für sich genutzt haben, um an die begehrten Assets zu gelangen.“

Portfolio-Übernahmen für Rekordergebnis verantwortlich

Von Januar bis einschließlich Juni fanden diverse Übernahmen von Industrie- und Logistikportfolien statt, die in Summe für ein außerordentliches Ergebnis auf dem Logistikimmobilienmarkt sorgten. Mehrere großvolumige Mega-Deals wie die milliardenschwere Übernahme des gesamten Hansteen-Portfolios (über 100 Immobilien in Deutschland) und auch der Verkauf der gesamten europäischen Logistikplattform Logicor an einen chinesischen Staatsfonds für insgesamt 12,25 Milliarden Euro zählten im ersten Halbjahr nicht nur zu den größten Deals auf dem Logistikimmobilienmarkt, sondern auch auf dem gesamtgewerblichen Immobilienmarkt in Deutschland. Eine weitere marktprägende Transaktion stellte außerdem der Verkauf des Logistikportfolios des Fonds Gramercy Property Europe dar. Für rund eine Milliarde Euro wechselte das Logistik-Paket den Besitzer. Die Axa Versicherung kaufte mit ihrem Vehikel Axa Investment Managers Real Assets insgesamt 40 europäische Objekte, 15 davon in Deutschland.

Insgesamt generierten Portfolioverkäufe in der ersten Jahreshälfte rund 4,3 Milliarden Euro beziehungsweise rund 80 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens. Während im Vorjahr noch Einzeltransaktionen dominierten und Portfolioverkäufe nur 44 Prozent des Gesamtergebnisses ausmachten, konnte hier, bedingt durch die milliardenschweren Übernahmen, ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden.

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3. Seite: Renditen fallen weiter
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