Investment

Analyse von Colliers International Einzelhandelsimmobilien bleiben zweitbeliebteste Anlageklasse

Für Geschäftshäuser in 1a-Lage von Frankfurt (im Bild) und München ist die Brutto-Spitzenrendite auf einem neuen Tief von 2,8 Prozent angekommen.

Das Transaktionsvolumen deutscher Einzelhandelsimmobilien von 5,7 Milliarden Euro ist gegenüber dem Vorjahr um fast 80 Prozent gestiegen. Paketverkäufe von Geschäftshäusern und Fachmärkten sorgen für einen Portfolioanteil von 63 Prozent. Heimische Investoren dominieren das Marktgeschehen. 85 Prozent des Investmentvolumens wurden außerhalb der sieben Investmentzentren platziert. Die Renditen bei Premiumobjekten bleiben unter Druck. Das sind Ergebnisse einer Analyse von Colliers International.


11.07.2017 um 11:15 Uhr
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Das mit deutschen Einzelhandelsimmobilien erzielte Transaktionsvolumen beziffert sich nach Angaben von Colliers International Deutschland zur Jahresmitte 2017 auf 5,7 Milliarden Euro. Trotz einer gegenüber dem starken Vorquartal leicht rückläufigen Dynamik zählt das Marktsegment mit einem Plus von 79 Prozent im Vorjahresvergleich zu den größten Gewinnern des insgesamt äußerst aktiven deutschen Investmentmarktes. Einzelhandelstransaktionen übertreffen aktuell den Fünfjahresdurchschnitt, in den auch das Rekordhalbjahr aus 2015 entfällt, um 22 Prozent. 

Thomas Dänzel, Leiter Einzelhandelsinvestition bei Colliers International Deutschland: „Auch wenn derzeit im Logistiksegment Übernahmen ganzer Plattformen und Großportfolien zu einem Gleichstand beider Marktanteile von jeweils über 20 Prozent geführt haben, bleibt die Einzelhandelsimmobilie im Anlegerfokus der Investoren fest verankert. Dafür sprechen die gegenüber anderen Segmenten vorteilhaften Gegebenheiten wie lange Mietvertragslaufzeiten, geringere Volatilität vergleichsweise hoher Cash-Flow sowie ein auf bestimmte Lagen limitiertes Produktangebot, das angesichts zunehmender planungsrechtlicher Restriktionen nur bedingt ausgeweitet werden kann.“

„Neben diesen segment- und objektspezifischen Eigenschaften sind es derzeit auch die äußerst stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des deutschen Marktes, die auf Investoren so attraktiv wirken. Der gesunde Arbeitsmarkt und das Niedrigzinsumfeld werden sich bis auf weiteres sehr konsumfördernd auswirken, was die Einzelhandelsumsätze weiter beflügeln wird“, ergänzt Susanne Kiese, Forschungschefin bei Colliers International Deutschland.

Vor allem heimische Investoren, die auf der Suche nach auskömmlichen Renditen bereit sind, außerhalb der sieben deutschen Investmenthochburgen zu investieren, prägen das aktuelle Marktgeschehen. Der größte Deal dieses Quartals wurde von Universal Investment für die Bayerische Versorgungskammer (BVK) getätigt. Dabei handelt es sich um ein 90 Geschäftshäuser umfassendes deutschlandweites Portfolio, das für rund 680 Millionen Euro von Corestate Capital übernommen wurde.

Insgesamt gingen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 3,6 Milliarden Euro beziehungsweise zwei Drittel der in Einzelhandelsimmobilien investieren Anlagesumme auf inländische Investoren zurück. Das restliche Drittel beziehungsweise rund 2 Milliarden Euro floss vor allem aus Großbritannien (0,7 Milliarden Euro) und den USA (0,6 Milliarden Euro) nach Deutschland.

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