Thema Logistik

Analyse der sieben Logistikhochburgen Logistik brummt weiterhin an Rhein und Main

Das Deutsche Eck an der Mündung der Mosel in den Rhein. Die Logistik-Nachfrage in der Rhein-Main-Region ist unverändert hoch.

Die sieben Logistikhochburgen des deutschen Industrie- und Logistikimmobilienmarktes haben zum Halbjahr 18 Prozent mehr Flächenumsatz (Eigennutzer und Vermietungen) im Vergleich zum Vorjahr gemacht. Umsatzstärkste Regionen sind dabei weiterhin die Rhein-Main Region sowie Berlin und Hamburg. Die Mietpreise sind in der Spitze stabil, Bestandsimmobilien werden teurer. Das sind Ergebnisse einer Analyse von Colliers International.


21.07.2017 um 15:13 Uhr
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Die Entwicklung auf dem deutschen Industrie- und Logistikimmobilienmarkt ist ungebremst und so verzeichneten die sieben Logistikhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart zum Halbjahr einen Flächenumsatz (Eigennutzer und Vermietungen) von insgesamt rund 1,3 Millionen Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 18 Prozent. Die reine Vermietungsleistung betrug rund 969.200 Quadratmeter (plus 14 Prozent) und macht rund drei Viertel des Gesamtumsatzes aus.

Peter Kunz, Leiter Industrie & Logistik bei Colliers International: „Logistik platzt aus allen Nähten. Mega-Trends wie der florierende Online-Handel, die digitale Revolution oder die Spezialisierung in den einzelnen Branchen treibt die Nachfrage nach Industrie- und Logistikflächen weiterhin in die Höhe. Besonders in den Top-Lagen sind passende Flächen ein knappes Gut und Nutzer aus allen Branchen müssen sich bei ihrer Suche nach geeigneten Flächen in Geduld üben. Den meisten Märkten fehlt es vor allem an kurzfristig am Markt verfügbaren neuwertigen Flächen. Projektentwicklungen, die für Flächennachschub sorgen könnten, sind aufgrund fehlender Grundstücksreserven an den Standorten Mangelware.“

Logistikregion Rhein-Main belegt erneut Platz 1

Für den bislang höchsten Umsatz am Markt sorgte die Rhein-Main-Region, die mithilfe von Vermietungen und Eigennutzern einen gesamten Flächenumsatz von rund 322.400 Quadratmeter erzielen konnte und damit auf dem Niveau des Vorjahres lag (plus 2 Prozent). Die Nachfrage in der Region ist unverändert hoch. Wie auch schon im vergangenen Jahr wird diese vorwiegend von Unternehmen aus dem Bereich Transport und Logistik (47 Prozent) und dem Handel (21 Prozent) geprägt. Zu den bedeutendsten Mietvertragsabschlüssen im ersten Halbjahr zählte unter anderem die Anmietung eines 28.000 Quadratmeter großen Logistik-Neubaus im Panattoni-Park Frankfurt-Ost auf dem ehemaligen Fliegerhorst-Gelände. Ähnlich wie in Berlin bestimmten in der ersten Jahreshälfte Deals mit einer Größe über 10.000 Quadratmetern die Entwicklung auf dem Markt und generierten in der Logistikregion Rhein-Main rund 67 Prozent des Flächenumsatzes.

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