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Analyse von CBRE Fast 90 Prozent der Immobilienunternehmen sehen Probleme bei der Digitalisierung

Die Unsicherheiten über den Austritt Großbritanniens aus der EU sorgen auch dafür, dass Unternehmen Investitionsentscheidungen vertagen und somit jetzt schon die Wirtschaft gehemmt werden könnte.

Bei weniger als 30 Prozent der Immobilienunternehmen gibt es vernünftige Voraussetzungen für die digitale Transformation. Eine verantwortliche Führungskraft ist bei lediglich 40 Prozent vorhanden. Über 50 Prozent schöpfen ihr Datenpotenzial nicht ausreichend aus. Das ist das Ergebnis einer Analyse von CBRE.


10.07.2017 um 08:46 Uhr
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Fast 90 Prozent der Immobilienbranche fürchten, dass die digitale Transformation ein Problem für ihr Unternehmen darstellen könnte. Mehrheitlich mangle es an Veränderungsbereitschaft, digitaler Kompetenz und einer klaren Strategie. Bis dato haben weniger als 30 Prozent der Unternehmen die notwendigen Rahmenbedingungen für den digitalen Wandel geschaffen. Dies ist ein Ergebnis der neuen Studie „Digitale Transformation und Innovation in der deutschen Immobilienwirtschaft 2017“, die das integrierte Immobilienberatungsunternehmen CBRE bei dem Future Real Estate Institute in Auftrag gegeben hat. Mit insgesamt 190 Teilnehmern aus 163 Unternehmen und Organisationen handelt es sich um die bisher umfangreichste und akademisch fundierteste Digitalisierungsstudie der Immobilienwirtschaft im deutschsprachigen Raum.

Mangel an spezialisiertem Personal und digitaler Kompetenz

„Der digitale Wandel verändert traditionelle Märkte und macht auch vor der Immobilienbranche nicht halt. Der Aufbau digitaler Kompetenzen stellt einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar und wird sogar dazu führen, dass neue Geschäftsfelder entstehen. Darum ist es ratsam, sich frühzeitig dem Thema zu widmen und die Digitalisierung des eigenen Unternehmens voranzutreiben“, erklärt Alexander von Erdély, Vorstandsvorsitzender bei CBRE in Deutschland.

In der deutschen Immobilienbranche zeichnet sich ein Mangel an spezialisiertem Personal ab, was digitale Talente und Führungskräfte sowie ganze Abteilungen betrifft. So geben lediglich 40 Prozent der befragten Unternehmen an, eine verantwortliche Führungskraft für digitale Themen zu beschäftigen, die Digitalisierung, Innovation und Transformation vorantreibt. Dabei ist der Verantwortliche jedoch meist nicht in der Lage, sich auf das digitale Aufgabenfeld zu konzentrieren, da er für weitere Aufgaben im Tagesgeschäft verantwortlich ist.

„Neben den erforderlichen Ressourcen für digitale Themen ist auch die digitale Kompetenz eine wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Transformation. Digitale Kompetenz bedeutet, nicht nur Wissen zu den Technologien abzurufen. Es heißt auch, den Einfluss der Digitalisierung auf die eigene Arbeit, das Unternehmen und die Auswirkungen darüber hinaus zu begreifen. Lernwilligkeit und Offenheit sind essenziell, um sich mit den digitalen Anforderungen weiterzuentwickeln. Dass auch bei der digitalen Kompetenz Aufholbedarf besteht, ist eine weitere Erkenntnis der Studie“, sagt Thomas Herr, EMEA Leiter Digitale Innovation bei CBRE. So schätzen die Befragten ein, dass mehr als 75 Prozent der im eigenen Unternehmen Beschäftigten nicht über ausreichend fundiertes Wissen bei den betrachteten Technologien verfügen.

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2. Seite: Wenige Kenntnisse zu einzelnen Technologien vorhanden
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