Thema Büro

Analyse von Catella Gewerbe: Transaktionsvolumen auf rund 25,9 Milliarden Euro gestiegen

In Berlin erreichte die Leerstandsquote von Gewerbeimmobilien einen Wert von unter 3 Prozent.

Deutschland befindet sich in der ersten Jahreshälfte an der Schwelle zur Hochkonjunktur. Diese überaus positive Gemengelage findet ihren Niederschlag an den gewerblichen Immobilienmärkten. Die Beschäftigung und die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt. Das sind Ergebnisse einer Analyse von Catella.


13.07.2017 um 11:50 Uhr
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Das zweite Quartal 2017 war ein überaus dynamisches an den gewerblichen Bürovermietungs- und Investmentmärkten. Deutschland ist in der ersten Jahreshälfte nicht nur die Konjunkturlokomotive Europas, sondern befindet sich auch an der Schwelle zur Hochkonjunktur.

Bei der Analyse der Fundamentaldaten scheint sich dieser Eindruck auch zu bestätigen:

  • das aktuelle Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt aktuell bei rund 1,6 Prozent, die Prognose bis Jahresende bei 1,8 Prozent

  • die Arbeitslosenquote liegt auf einem 26 Jahrestief – nunmehr auf einem Niveau von 5,5 Prozent

  • Im Mai legte die Fertigung im verarbeitenden Gewerbe bereits zum fünften Mal in Folge um weitere 1,2 Prozent zu

Diese überaus positive Gemengelage findet ihren Niederschlag an den gewerblichen Immobilienmärkten. Die Beschäftigung und die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt.

  • Zum ersten Halbjahr 2017 summierte sich der Büroflächenumsatz auf insgesamt 1,84 Millionen Euro und entspricht einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum guten Halbjahresergebnis haben unter anderem die zahlreichen Großanmietungen mit jeweils über 10.000 Quadratmetern beigetragen.

  • Die Leerstandsquote reduzierte sich an allen Top-7 Märkten um 1,0 Prozentpunkt und lag zum Halbjahr im Durchschnitt bei 5,2 Prozent. In Berlin und Stuttgart wurde nun ein Wert von unter 3 Prozent erreicht.

  • Die weiterhin sinkenden Leerstandsraten sowie die anhaltend starke Nachfrage hat nochmals Druck auf die Mietpreisentwicklung ausgeübt. Im Durchschnitt beträgt die Spitzenmiete an allen Top Standorten zum ersten Halbjahr 28,90 Euro pro Quadratmeter.

  • Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Gewerbeinvestmentmarkt stieg im 1. Halbjahr um 43 Prozent auf rund 25,9 Milliarden Euro. Zwar bleiben Büroimmobilien nach wie vor die beliebteste Anlageklasse (41 Prozent Anteil), die volumenmäßig größten Abschlüsse gab es aber erneut im Logistiksegment.

  • Für Büroimmobilien liegen die Spitzenrenditen mittlerweile in allen Top-Märkten unter 4 Prozent, im Durchschnitt sind es 3,43 Prozent. Am teuersten sind Core Büroimmobilien in München, gefolgt von Berlin. Bis zum Ende des Jahres prognostizieren wir für beide Standorte ein erstmaliges punktuelles Unterschreiten der 3 Prozent-Schwelle.

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